Was wir schreiben
- Startkapital für Berater, Coaches, Trainer, Therapeuten und Kreative
Welche Fördermöglichkeiten gibt es für freiberufliche Gründungen? Mit Förderung meinen wir nicht rückzahlbare Zuschüsse. Hier eine...
- Her mit dem Schatz!
So holst Du Dir bis zu 5.600 Euro als Zuschuss für unsere Beratungskosten: Als Frodo darüber...
- Havi, die Piraten-Königin oder: Unternehmer als Eroberer
Frage ich Selbständige, ob sie sich als Unternehmer fühlen, höre ich regelmäßig ein Nein. Doch...
- Startkapital für Berater, Coaches, Trainer, Therapeuten und Kreative
Wer wir sind
Mittelpunkt ist ein Beratungsteam für Menschen, die einen Unterschied machen und ihren Traum zu verwirklichen suchen. Die den Mut besitzen für eine Heldenreise und den Aufbruch in ein Königreich namens freies Unternehmertum wagen. Im Mittelpunkt stehen Sie und Ihre Gründungsidee – wir stärken Ihre Absicht, sie lebendig werden zu lassen.
Was wir denken
‘Come to the edge,’ He said. They said, ‘We are afraid.’ ‘Come to the edge,’ He said. They came. He pushed them…and they flew.
— Guillaume Apollinaire
Ergänzung zum Gründercoach-Porträt in Jobs-Kompakt
Eine redaktionelle Anfrage von Jobs-Kompakt.
Anfang Juli war ich sehr überrascht, als ich eine redaktionelle Anfrage von Nora Lincke erhielt. Nora ist eine Gründerin, die im vergangenen Jahr einige Existenzgründer-Seminare bei mir besucht hatte und die ich zu ihrer Gründung als PR-Beraterin und Journalistin beraten hatte. Als sie mir erzählte, dass sie einen Artikel über meine Arbeit als Gründungsberater schreiben möchte, hat mich das erst einmal verblüfft – doch diese Verblüffung verwandelte sich schnell in Vorfreude.
Nora schickte mir daraufhin eine E-Mail mit Fragen wie diesen:
Ich merkte, dass ich ein echtes Bedürfnis hatte, Noras Fragen zu beantworten. Nach drei Jahren als selbständiger Gründungscoach schien mir der richtige Zeitpunkt gekommen, einem größeren Kreis von Menschen davon zu berichten. Und so freute mich über diese Chance, mit meiner Arbeit in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden. Also habe ich Noras Fragen recht fix per E-Mail beantwortet. Sie hat mich dann auch noch ein paar Mal angerufen, um hier und da genauer nachzuhaken. Vor der Veröffentlichung hat sie mir den Artikel zugeschickt, damit ich ihn absegnen kann – was ich gern tat.
Am 1. September ist der Artikel “Menschen helfen, ein Unternehmen zu gründen” im Weiterbildungs-Magazin Jobs-Kompakt Nord erschienen. Das Heft liegt unter anderem in den Arbeitsagenturen aus und an jedem zweiten Sonntag der MOPO bei. Der Beitrag in Jobs-Kompakt hat mich noch mehr angespornt, meine Arbeit mit Gründern auf meine eigene Art fortzusetzen. Herzlichen Dank, Nora!
Was noch zu sagen wäre
Nicht alles, was ich Nora erzählt habe, fand seinen Weg in den Artikel. Sicher ist das nicht ungewöhnlich – trotzdem möchte ich die Möglichkeit nutzen, den Artikel hier im Mittelpunkt-Blog noch zu ergänzen.
Wie bist du auf die Idee gekommen, dich selbständig zu machen? Und wie waren die ersten Jahre?
Nach meinem Studium habe ich einige Jahre als angestellter Unternehmensberater gearbeitet. Dabei habe ich gemerkt, dass man oft viel weiter kommt, wenn man auch das Innenleben von Menschen mit einbezieht, anstatt nur “sachlich” zu bleiben. Deswegen habe mich mehr und mehr für Coaching interessiert. Außerdem habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, auf eine Art und Weise beruflich tätig zu sein, bei der ich das Gefühl habe, anderen zu helfen und etwas Sinnvolles zu tun. Dieses Gefühl hat mir in der Arbeit als angestellter Berater für große Firmen gefehlt.
Es war so, als würde ich in einer riesigen Maschine arbeiten und wäre nur für ein einziges Rädchen zuständig. Und mir war, als gäbe es niemanden, dem meine Arbeit an diesem Rädchen wirklich etwas bedeutete. Überhaupt schienen die tatsächlichen Bedürfnisse der Menschen nur eine sehr untergeordnete Rolle zu spielen. Und dabei sind es genau diese Bedürfnisse, die das Leben ausmachen!
Ich suchte also nach einer Alternative – und traf eines Tages eine Engländerin, die Coach für Unternehmer war und mit Gründern angefangen hatte. „Das kann ich auch!“, dachte ich mir. (Das lief doch einfach, oder? Die 27 Irrwege davor habe ich hier mal ausgelassen …
.) Je mehr ich mich mit dieser Idee beschäftigte, desto mehr erkannte ich: Coaching für Gründer anzubieten wäre eine fantastische Möglichkeit, meine Beratungserfahrung und mein wirtschaftliches Fachwissen mit meinem Interesse an Coaching und Psychologie zu verbinden.
Der berufliche Wechsel war anstrengend, denn ich habe nach sechs Jahren mit gutem Gehalt wieder bei fast null angefangen habe. Geholfen hat mir dabei sowohl meine starke Neugier als auch die Erfahrung, dass Menschen sich mir gerne anvertrauen und meine ruhige Art schätzen.
Anfang 2006 habe ich als Unternehmensberater aufgehört, um zunächst zwei Ausbildungen zu machen: eine Weiterbildung zum Gründungsberater und eine Coaching-Ausbildung. In dieser Zeit habe ich einen Studentenjob für neun Euro pro Stunde gemacht. Mein vorheriger Job ließ sich halbtags nicht erledigen und war auch mit Reisen verbunden. Mit meinen Weiterbildungen war das nicht zu vereinbaren. Es war eine ganz schöne Umstellung von 3.800 Gehalt auf 700 Euro im Monat umzusteigen – aber es war die Sache mehr als wert.
Anfang 2007 hatte ich die ersten Kunden. Im Juli 2007 habe ich ein Büro in der Schanze gefunden und offiziell gegründet. Mittlerweile bin ich zwei Jahre hier, und inzwischen läuft es richtig gut. Seit Anfang dieses Jahres kann ich mich etwas zurücklehnen und mache mir wenig Sorgen, was meine Umsätze angeht. Diese eineinhalb Jahre – bzw. drei Jahre mit Weiterbildungszeit – habe ich dafür aber auch gebraucht!
Wo siehst du die Vor- und Nachteile der Selbständigkeit?
Dass man als Angestellter den Vorteil der Sicherheit hat, ist eine Illusion. Als Selbständiger übernimmst Du Verantwortung für Dein Leben auf eine Weise, die Dir in einem festen Arbeitsverhältnis oft nicht möglich ist. Du gibst immer ein wenig Verantwortung an Deinen Arbeitgeber ab. Als Angestellter bleibst Du also immer ein wenig Kind – selbständig zu sein bedeutet erwachsen zu sein. Als Angestellter musst Du Kompromisse machen zwischen dem, was Dir am Herzen liegt und dem, was gut auf dem Lebenslauf aussieht. Als Selbständiger kannst Du auf Dein Herz hören und Deinen Traum leben.
Was macht dir am meisten Spaß?
Wo liegen die größten Herausforderungen?
Ehrliches Feedback geben zu können, wenn ich glaube, dass eine Idee so noch nicht funktioniert. Es auszuhalten, mit meinen Gründern zu leiden, wenn sie mal herbe Rückschläge einstecken müssen.
Wie bekommst du neue Kunden/Aufträge?
Zu zwei Dritteln über Empfehlungen und zu einem Drittel über das Internet.
Bildest du dich weiter?
Ja, laufend und intensiv. Ich habe einen unglaublichen Wissensdurst. Ich mache es, weil ich so ein immer besserer Coach für meine Gründer sein kann. Außerdem machen Weiterbildungen Spaß und sind eine gute Möglichkeit zum Austausch mit Kollegen.
Was ist das Wichtigste, das du deinen Coachees mit auf den Weg gibst?
Verwandte Beiträge: